Rückblick 75. Firmenjubiläum - 24.-25. Mai 2002

Begrüßung zu
75 Jahre Schwebach Maler und Lackierer

(Hans Schwebach)

Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Freunde, ich begrüße Sie und Euch recht herzlich. Ich heiße alle mit großer Freude willkommen. Das tue ich im Namen unserer ganzen Familie.
Dass wir heute hier in diesem Rahmen den 75. Geburtstag unseres Betriebes feiern können, erfüllt mich,- den Senior der Firma -, mit Dank, Freude und auch Stolz.

Ich danke dem Herrgott, dass ich seit 50 Jahren mit Freude mitarbeiten kann. Dankbar denke ich zurück an meine Eltern, die mich auf den Weg gebracht haben.
In meinen Gedanken bleiben auch alle, von denen ich lernen konnte. Heute danke ich ausdrücklich meiner Frau und meiner Familie für das Miteinander. Allen Mitarbeitern sage ich Dank für ihren Einsatz. Das heutige Jubiläum soll auch ein Dankeschön sein für Freunde, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner.


Ihnen allen sage ich heute recht herzlich: "Danke schön für jede freundschaftliche Begegnung!"
Ich bin froh, dass 10 junge Menschen bei uns ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, Wir sind stolz darauf, dass drei unserer Malergesellen die Meisterprüfung abgelegt haben und heute selbständig sind.
Ich bin glücklich, dass ich schon vor fast 10 Jahren die Geschäftsleitung meinem Sohn übergeben konnte, Ich bin auch froh und stolz, über die Entwicklung unseres Betriebes.
Deshalb freut es mich, dass wir uns heute hier ein wenig präsentieren dürfen.
Ich lade herzlich dazu ein, sich nachher in Ruhe unsere Ausstellung zu betrachten. Für Fragen und Erklärungen zu den Demonstrationswänden stehen mein Sohn Heiner und ich gerne zur Verfügung. Sie können vergleichen: früher und heute, unterschiedliche Maltechniken kann man sehen, erleben sie Farbe, Licht und Natur, testen sie ihr Farbempfinden, sie können Bilder von mir und meinen Schülern betrachten. Hören Sie mit uns Musik, essen und trinken wir zusammen,
Ich freue mich auf eine gemeinsame Weinprobe!
Wir laden ganz herzlich ein, mit uns zu feiern und sich hier wohlzufühlen.
Wir freuen uns darauf!
Gott segne das ehrbare Handwerk!

Hans Schwebach

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"Handwerker - Partner des Kunden"

Vorausblick von Unternehmensberater Gerhard Seidel
(Gerhard Seidel; Freitag, 24. Mai 2002; Stadthalle Saarburg)

Was ich Ihnen vortragen möchte ist, welche Regeln sollten bzw. können Sie beachten, damit Sie ein guter Partner für Kunden werden. Es sind 10 Regeln - die eine oder andere kennen Sie bestimmt, aber das macht ja nichts, wenn ich sie uns noch einmal in Erinnerung rufe.

1. Regel: Partner wird man nicht - Partner ist man!

Gerhard Seidel
Kundenpartner zu sein ist kein Prozess - sozusagen am Ende der Zusammenarbeit ist man endlich Partner. Nein, Partner ist man sofort - ist man immer.

Partnerschaft bedeutet, sich in die Welt dessen hineinzudenken, den man bedienen möchte. Nicht sich zu fragen: Ich habe ein bestimmtes Angebot - wo ist der Bedarf oder ich habe eine Lösung - mir fehlt nur noch das Problem dazu - sondern offen zu sein, für das, was die anderen wollen.

Bin ich eine sinnvolle Ergänzung zu dem, was mein Partner nicht kann. Kann ich dessen Unbegabungen heilen? Und was würde ihm fehlen, wenn er mich nicht als Partner hätte?
Partner sein ist nicht eine Frage der fachlichen Kompetenz - sondern eine innere Haltung.

Ein Partner ist ein Mensch, den man gerne sieht - und wenn Sie das Gefühl haben, daß ein Kunde Sie nicht gern sieht, sich nicht freut, wenn Sie ihn besuchen - dann machen Sie was falsch.

Partnerschaft heißt deshalb, als vertrauenswürdiger Mensch akzeptiert zu sein und als fair und gewissenhaft zu gelten.
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2. Regel: Ohne Bedarf ist Nutzen - nutzlos!

Ich will hier Herrn Schwebach keinen Honig um den Mund schmieren, aber - er ist einer der wenigen, der etwas Seltenes praktiziert. Er will immer genau wissen, was will ich! Das hat mich am Anfang sehr irritiert! Der kümmert sich richtig um mich - der will ja wirklich wissen, was ich will. So was ist selten. Ich weiß, wovon ich rede.

Als ich ihm etwas von Feng Shui und von energetischen Prozessen in einem Haus erzählte, hat er nicht die Augen verdreht - sondern sich dafür interessiert. Wer nur den Hammer kennt, für den ist jedes Problem ein Nagel! Ihm ist wichtig, seine Werkzeugkiste ständig zu erweitern.

Es gibt in der BWL diverse Nutzentheorien. So unterscheiden wir Grund- und Nebennutzen von Produkten und Dienstleistungen. Daß ein Auto fährt, ist der Grundnutzen - der Nebennutzen ist, dass es wenig Benzin braucht, ein VW ist oder blau. Auf jedem Stuhl kann man sitzen - aber ist er auch bequem? Wasserleitungen legen können auch viele, aber nur wenige - so meiner Erfahrung - halten die vereinbarten Termine ein. Anstreichen können viele - aber verstehe ich etwas von harmonischen Farbzusammenstellungen oder von der Wirkung von Farben auf Menschen?

Werbung zielt heute nur noch auf die Nebennutzen - auf die emotionale Bedeutung der Produkte und Dienstleistungen. Gibt es Nebennutzen für Handwerker? Aber sicher: Seriös, fair, gewissenhaft, vertrauensvoll, fleißig, termintreu, offen für Anregungen usw. - wenn Sie sich mit Freunden oder Kunden zusammensetzen, ich garantiere Ihnen, Sie werden über 50 Nebennutzen finden. Das sind die Merkmale zum Erfolg.

Der Nebennutzen macht Sie als Handwerker attraktiv, nicht die fachlichen Leistungsfähigkeiten.
Die alles entscheidende Frage ist aber auch, dass es nicht nur ausreich gut zu sein, mindestens so wichtig ist die Eigenschaft, dies anderen vermitteln zu können. Sich darum zu kümmern, daß der Kunde mich als Partner auch wahr nimmt. Partner von Kunden wissen um diese Notwendigkeit, für sie sind die Nebennutzen selbstverständlich.
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3. Regel: Für den ersten Eindruck gibt es keine 2. Chance

Mein Eindruck bei der Vergabe von Aufträge ist, man kommt mal schnell vorbei. Das was besprochen wird, wird nicht dokumentiert, es werden keine Alternativen aufgezeigt, die Rückmeldungen sind "sehr zögerlich".

Was bin ich bereit in die Auftragsgewinnung zu investieren. In vielen Branchen sind bis zu 20 % vom Umsatz üblich (die Kosmetikindustrie gibt sogar 40 % dafür aus). 4 % sind der Durchschnitt, das wären z. B. bei 50.000 DM - 2.000 DM - und haben Sie sich einmal die Frage gestellt, was gebe ich dafür aus, Umsatz zu machen?

Wer einen Auftrag bekommt hat eben nicht nur Glück gehabt, sondern: Glück ist das Zusammentreffen von günstigen Umständen und guter Vorbereitung.

Ich werde im Lotto nie Glück haben, die Umstände können zwar für mich sehr günstig sein, aber ich bin schlecht vorbereitet - ich spiele nicht.

Zur guten Vorbereitung gehört auch die Werbung. Nicht um neue Kunden zu gewinnen - sondern um die alten zu erhalten. Persil macht immer noch Werbung und Bitburger kennt auch jeder. Sich ständig in eine positive Erinnerung zu bringen, darum geht es. Markterhaltung ist das Stichwort.

Was tun Handwerker, um die zufriedenen Kunden als Kamele zu nutzen, um zu den Oasen neuer Aufträge zu reiten?

Werbung heißt Beeinflussung eines möglichen Kunden, damit dieser etwas zu meinen Gunsten entscheidet - beim mir kauft, immer wieder oder mich zumindest weiter empfiehlt.

Partner machen deshalb Werbung durch ihre Arbeit, weil ihnen das Wohlergehen der Kunden am Herzen liegt und sie nicht wollen, daß diese in falsche Hände geraten.
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4. Regel: Wir haben immer 100 % Erfolg!

Das was wir verursachen erfolgt! Manchmal verursachen wir das Richtige - oft das Falsche. Was wir nicht können ist - Nichts verursachen!

Unternehmenskonkurse bedeuten - erfolgreich (etwas ist reichlich erfolgt) gewesen zu sein. Nur die Folgen sind nicht so, wie wir es uns gedacht haben. Wir haben die falsche Richtung eingeschlagen - die schlechten Weg gewählt. Aber wir haben es entschieden.

Was heißt Erfolg? Der Wortstamm von Erfolg ist "die Folge". Wir wollen einen unbefriedigenden Zustand verändern, lassen Maßnahmen folgen, um ein neues Ziel zu erreichen.

Weil wir oft keine konkreten Ziele haben, erreichen wir das Falsche. Weil wir uns nicht richtig darum kümmern, verärgern wir die Kunden mit dem was erfolgt ist. Ich könnte Ihnen aus meinen Erfahrungen eine Menge Beispiele bringen, wo Handwerker Zustände erreicht haben, die waren eine mittlere Katastrophe.

Untersuchungen haben ergeben, bin ich zufrieden, dann erzähle ich das 2 - 3 Menschen, ich bin nicht zufrieden - mache ich meinem Unmut bei mehr als 10 Freunden und Bekannten Luft. Das ist Negativwerbung mit fatalen Folgen.

Partner von Kunden haben keine Probleme mit ihrem Image - ganz einfach, weil sie Partner sind. Ihre Werbesendungen sind positiv.
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5. Regel: Konzentriere Dich auf eine Sache

Wer 20 Sachen gleichzeitig macht, kann im Schnitt höchsten 5 % der möglichen Ergebnisse erreichen. Konzentration auf Weniges erhöht die guten Erfolgsaussichten.

Stellen Sie sich also die Frage: Was sind meine Stärken - wo ist das Schlüsselloch, wo mein Schlüssel paßt? Wo und wie kann ich die besten Erfolge erzielen?

Energie folgt der Aufmerksamkeit! Wer für alles offen ist, sagt mein Sohn, kann nicht ganz dicht sein. Wer zu viel in seiner Aufmerksamkeit hat, verliert die Übersicht.

Partner sind Menschen, die - wenn sie mit mir zusammen sind - nur für mich da sind. Und nicht auf dem Sprung - um das schlechte Gewissen zu beruhigen oder weil ich, der Bauherr, zum dritten Mal angerufen habe.
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6. Regel: Menschen machen keine Fehler!

Zum Zeitpunkt wo wir handeln, sind wir von der Richtigkeit unseres Tuns überzeugt. Nur manchmal - wenn wir das Ergebnis sehen, wenn wir eine Erfahrung gemacht haben, stellen wir fest, so war es nicht richtig. Es ist eben nicht so, daß jemand der in Konkurs geht, Fehler gemacht hat. Er war höchstens falsch informiert.

Die Frage ist: Wie bekomme ich die richtigen Informationen, damit ich das Richtige - richtig mache? Wie kann ich meine Entscheidungskompetenz erhöhen.

95 % aller Entscheidungen werden zu einem Zeitpunkt getroffen, wo die Menschen nicht entscheidungskompetent sind.

Sind wir an Alternativen wirklich interessiert? Wann habe ich mich das letzte Mal "weiter gebildet" um Partner zu werden?

Partner von Kunden fühlen in sich die Verpflichtung, ständig auf dem Laufenden zu sein, um so das Richtige zu tun, für den Kunden.
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7. Regel: Unternehmen brauchen Ziele - Ziele sind nicht Wünsche

Künstliche Systeme funktionieren nur mit Hilfe von Zielen und Regeln.

5 % der kleinen Unternehmen haben Ziele und erwirtschaften 95 % der gesamten Ergebnisse der Branche. Den Rest erwirtschaften die anderen - die Ziellosen.

Nur wenn ich selbst klare Vorstellungen von meiner eigenen Welt habe, kann ich auch eindeutige Vorstellungen beim Kunden entwickeln.

Man ist nicht nur draußen Partner, sondern schafft intern die Voraussetzungen dafür.
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8. Regel: Vorhandene Potentiale nutzen

Was sind Potentiale? Es sind ungenutzte Ressourcen, brach liegende Möglichkeiten, die darauf warten, genutzt zu werden. Potentiale sind schon da, brauchen also nicht extra bezahlt oder eingekauft zu werden.

Der übliche Nutzungsgrad der betrieblichen Potentiale in der deutschen Wirtschaft - so haben Wirtschaftswissenschaftler festgestellt - beträgt im Durchschnitt 50 %.

Machen Sie einen Workshop mit den Mitarbeitern und finden Sie gemeinsam mit ihnen heraus: Was hindert uns daran, gut zu sein? Sammeln Sie alles, was gesagt wird und nehmen Sie sich die 3 wichtigsten limitierenden Engpässe vor. So werden Sie langsam die vorhandenen betrieblichen Potentiale in Gewinnchancen verwandeln.

Partner wollen alle betrieblichen Möglichkeiten optimal nutzen - zum Wohle der Kunden - und nicht nur 50 %. Sie verschwenden keine vorhandenen Ressourcen - das ist zu teuer.
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9. Regel: Wollen, wollen viele. Nur Tun, tun so wenige!

Ich hätte beinahe gewollt, wenn ich gedurft hätte. Der Weg zu den schlechten betrieblichen Ergebnissen ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
Etwas zu können macht nur 10 % vom möglichen Erfolg aus - wollen sind maximal 5 % - das Tun ist entscheidend - sind fast 90 % Erfolgsgarantie.

Goethe sagte einmal: Anfangen ist die Hälfte vom Ganzen!

Ein guter Partner muß nicht gezogen werden - sondern entwickelt Sogwirkung. Partner versprechen nicht - sie halten.
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10. Regel: Jeder hat recht - es kommt darauf an, wie man es sieht!

Ich sage hier die reine Wahrheit - meine Wahrheit. Und mein Vortrag ist wie ein Buffet - sie können sich aussuchen, was Sie verinnerlichen wollen.
Ein guter Partner ist ein Mensch, der interessiert und liebevoll mit seinen Kunden umgeht. Der sich auch ab und zu die Frage stellt, habe ich alles getan, damit mein Kunde durch mich etwas glücklicher geworden ist.

Ich könnte diesen Vortrag auch in einem Satz zusammenfassen, um Ihnen deutlich zu machen, was die wichtigste Voraussetzung ist, um Partner seiner Kunden zu werden:

Behandele Deine Kunden so, wie Du es Dir wünscht, dass andere - bei denen Du Kunde bist - mit Dir umgehen.

Gerhard Seidel, Unternehmerberater, Serrig, Tel. 06581/92 0646

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"Gratulationen 75 Jahre Schwebach"

Handwerkskammer
Kreishandwerkerschaft
Maler- & Lackiererinnung

Grußworte zum 75 - jährigen Firmenjubiläum der Maler u. Lackierer Schwebach in Irsch und 50 jähriges Berufsjubiläum des Seniorchefs Hans Schwebach am 24. Mai in der Stadthalle Saarburg

Handwerkskammer Präsident Hans Josef Jänschke

Liebe Familie Schwebach, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, des Unternehmens Schwebach,
verehrte Damen, - meine Herren,
sehr geehrte Gäste dieser Jubiläumsveranstaltung,
zunächst einmal möchte ich mich herzlich bedanken, bedanken für die Einladung zu dieser heutigen Jubiläumsveranstaltung.

Wir Handwerker, wir waren schon immer der Meinung, dass Jubiläen Aufmerksamkeit und Zuwendung verdienen.
Und ich wage zu behupten: - wer nicht richtig feiern kann, der kann auch nicht richtig arbeiten.
Man könnte auch Goethe zitieren: "Saure Wochen frohe Feste"
Oder Ricarda Huch: "Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, wir würden uns mehr Freude machen."
Im übrigen sind ein 75 jähriges Betriebsjubiläum und ein 50 jähriges Berufsjubiläum viel zu schade, als dass man sie sang- und klanglos vorübergehen lassen sollte.
Ich bin dieser Einladung gerne gefolgt. - Und ich entspreche auch gerne der Erwartung, als Repräsentant der Handwerkskammer Trier an dieser Stelle ein Grußwort auszubringen.
Bei meinen zahlreichen Begegnungen, wie auch bei dieser heutigen Jubiläumsveranstaltung, mit so vielen sympathischen Menschen - das bekenne ich hier gerne- wird mir in besonderer Weise bewusst, dass für mich das Amt des Kammerpräsidenten eine besonders schöne, spannende und herausfordernde Aufgabe in meiner langen ehrenamtlichen Tätigkeit ist.
Verehrte Damen, meine Herren, liebe Jubiläumsgäste, ein 75 jähriges Betriebsjubiläum in Verbindung mit einem 50 jährigen Berufsjubiläum, das ist sicher auch ein Grund zur Rückbesinnung und zur Reflexion.
Ich denke, es gehörte damals schon eine gute Portion Wagemut und Pioniergeist dazu, als sich vor nunmehr 75 Jahren Johann Schwebach der Gründer dieses Unternehmens als 27 jähriger Junghandwerker selbständig machte; - und das unternehmerische Risiko mit all seinen Unwägbarkeiten auf sich nahm.
Damals, als die Folgen des ersten Weltkrieges noch zu verkraften waren.
Josef Jänschke überreicht die Urkunden (Foto: Joachim Johanny)
Aber "Fortes fortuna adjuvat" - zu deutsch: "Den Tüchtigen hilft das Glück". Diese Erkenntnis gehörte bereits vor mehr als Zweitausend Jahren zu den Maximen unserer römischen Vorfahren, deren politische, militärische, wirtschaftliche und kulturelle Erfolge sicher unbestritten sind.
Es zeugt von einer hohen unternehmerischen Qualität und Innovation, wenn - heute nun in der dritten Generation - ungeachtet wechselnder Marktsituationen das handwerkliche Unternehmen Schwebach in den vergangenen Jahrzehnten seine Marktsegmente und Marktanteile stetig ausbauen konnte und heute zu den führenden Unternehmen der Malerbranche in der Region Trier-Saarburg gehört.
Hierzu gehören die Ausführung sämtlicher Maler- und Gerüstarbeiten, Fußbodenverlegungen, Bautenschutz, die gesamte Gestaltung von Wohnräumen, wie auch der Handel mit Farben, Tapeten und Bodenbelägen.
Dieses mittelständische Handwerksunternehmen, das mehr als zehn Beschäftigten solide und sicherer Arbeitsplätze bietet, regelmäßig Ausbildet und damit jungen Menschen das Rüstzeug für eine sichere berufliche Zukunft vermittelt, - ist weiträumig in der Region Trier-Saarburg tätig.
Beeindruckende Projektabwicklungen in den vergangenen Jahrzehnten verdeutlichen das Hohe Leistungspotential dieses Maler- und Lackierer-Betriebes Schwebach.
Womit auch erkennbar wird, dass den Handwerkern seit eh und je der Zusammenhang zwischen Leistungsbereitschaft und Lebensstandard weitaus gegenwärtiger ist, als der Reiz des Schlendrians und die Attraktivität der Trägheit.
Eigentlich ein eklatanter Beweis für den Wahrheitsgehalt der Spruchweisheit: " Handwerk hat Goldenen Boden"
Alles, was uns heute hier umgibt, bestätigt diese Feststellung.
Bei Hans Schwebach, dem vitalen Senior der heute sein 50 jähriges Berufsjubiläum feiert, verbindet sich - so hab ich mir sagen lassen - zudem noch das Handwerkliche mit dem Künstlerischen.
So ist er nicht allein Malermeister, sondern, wenn dieses Wortspiel erlaubt sein mag - auch ein Meistermaler.
Und es sind offenkundig bei dem heute 65 jährigen noch beachtliche Kreativitäts- und Kraftreserven vorhanden.
Aber die berufliche Arbeit allein hat die Schwebachs nicht ausgefüllt.
Sie sind seit Generationen auch aktiv in der Berufsorganisation engagiert.
Herrn Heiner Schwebach bekleidet heute in der Malerinnung Trier-
Saarburg das Amt des Lehrlingswartes.

Mit diesem bürgerschaftlichen Engagement steht er für eine Kultur der Verantwortung.
Gerade unsere moderne Gesellschaft braucht Netzwerke, Indentifikationspole, Bindungen, Signale der Solidargemeinschaft.
Unsere Handwerksorganisationen verkörpern dies in beispielgebender Weise.
Ich möchte an dieser Stelle persönlich, wie auch im Auftrag des Kammervorstandes und der Geschäftsführung herzliche Glückwünsche zum 75 jährigen Betriebsjubiläum entbieten.

Diese Glückwünsche gelten der Familie Schwebach in gleicher Weise, wie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens.
Von Ludwig Erhard stammt der bewerkenswerte Satz, den ich in diesem Zusammenhang zitieren möchte: " Der Erfolg eines Unternehmens liegt in der Summer der Erfolge seiner Mitarbeiter"
Diese Feststellung beinhaltet auch eine Referenz an den
Unternehmer, an Herrn Heiner Schwebach.
Ihm testieren wir heute gerne nicht nur eine ungewöhnlich hohe unternehmerische Qualifikation, sondern auch Marktgespür, visionäres Denken, Menschenführung und Motivationsfähigkeit.
Ihnen lieber Herr Hans Schwebach, als dem Senior, der mit stolz und Genugtuung auf 50 ebenso arbeitsreiche, wie erfolgreiche Berufsjahre zurückblicken kann, gratuliere ich ganz herzlich zu Ihrem Goldenen Berufsjubiläum.
Verehrte Damen, - meine Herren, - liebe Jubiläumsgäste lassen Sie mich meine Ausführungen mit einem alten irischen Segenswunsch zu Ende bringen:
"Möge der Wind immer in Ihrem Rücken sein"
Und weil der unser aller Leben bestimmende und nicht veränderbare Faktor " Zeit" - wie ja auch und gerade Jubiläumsveranstaltungen erkennen lassen - immer wieder in unser Bewurstsein gebracht werden sollte, möchte ich Ihnen aus der gleichen Quelle, nämlich aus den eben zitierten "Alten irischen Segenwünschen" noch eine Empfehlung für den bedachtsamen Umgang mit der "Zeit" vermitteln.
Ich darf noch einmal zitieren:

Nimm dir Zeit zu arbeiten - das ist der Preis des Erfolges.
Nimm dir Zeit zu denken - das ist die Quelle der Macht.
Nimm dir Zeit zu spielen - das ist das Geheimnis der ewigen Jugend.
Nimm dir Zeit zu lesen - das ist die Grundlage der Weisheit.
Nimm dir Zeit freundlich zu sein- das ist der Weg zum Glück.
Nimm dir Zeit zu träumen - sie bewegt dein Gefährt zu einem Stern.
Nimm dir Zeit zu lieben und geliebt zu werden - das ist das Vorrecht der Götter.
Nimm dir Zeit dich umzusehen - der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.
Nimm dir Zeit zu lachen - das ist die Musik der Seele.

Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Aufmerksamkeit.
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Wir feiern Jubiläum

75 Jahre Schwebach Maler u. Lackierer

PROGRAMM
am Freitag, 24. Mai 2002; 10:30 Uhr, Stadthalle Saarburg

  • Sektempfang
  • Life-Musik mit PLATINO
  • Begrüßung
    Hans Schwebach
  • Geschichte
    der Firma Schwebach
    Chronist Ewald Meyer
  • Gratulation
    Handwerkskammer
    Kreishandwerkerschaft
    Maler- & Lackiererinnung
  • Vorausblick
    Unternehmensberater Gerhard Seidel
    "Handwerker - Partner des Kunden"
  • Dörfliches Essen
    heimischer Produkte
  • Erlesene Weinprobe
    Moderation Frau Hiltrud Schwebach-Ney

AUSSTELLUNG
am Samstag, 25. Mai 2002; 10:00 - 18:00 Uhr, Stadthalle Saarburg
Stadthalle Saarburg

Schwebach - Wohnberater
Farben - Lasuren - Tapeten
Energetische Wandbeläge - Stuckprofile
Parkett und Teppichboden, Marmordesign
Licht- und Lackdecken

Schwebach - Fassadenprofi
Wärmedämmung, eigener Gerüstbau
Putzsanierung, die saubere Fassade
Fassadeninstandsetzung
Problemlösungen für Sockelsalpeter
Beton- und Riss-Sanierung
Formenbau Relief

Schwebach - der Maler
Aquarell- und Ölbilder
Hans Schwebach und Schüler zeigen ihre Werke

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UNTERHALTUNG
am Samstag, 25. Mai 2002; 10:00 - 18:00 Uhr, Stadthalle Saarburg

  • Kinderprogramm
    Wir malen für und mit Kindern die schönsten Bilder zum Jubiläum
  • ca. 16:00 Uhr
    Es unterhält Sie noch ein Jubilar
    75 Jahre Männergesangverein "Liedertafel" Irsch
  • 16:00 Uhr
    Wir singen mit Edmund Bohr die schönsten Oldies
    zum Anfang

 


Schnappschüsse


Reger Andrang auch im Foyer der Stadthalle ...


... und im Saal


Ewald Meyer erzählt aus der 75jährigen Geschichte der Firma Schwebach


Unser Messestand mit den Aquarellen unserer Aquarellschüler


Im Linken Teil der Halle haben wir eine Baustelle u. a. mit Profilformen, ...


... Infos zum Fassadenschutz u.v.m.


Die schönsten Bilder zum Jubiläum gab es in der Kinderecke

Die Gruppe PLATINO ...


... sorgte mit ihren lateinamerikanischen Klängen für einen echten Musikgenuss

Samstag, 25. Mai


Die Drehorgel war nicht nur etwas für die Kleinen ...


... auch wenn die ganz offensichtlich viel Spass hatten.


Der MGV Liedertafel Irsch ist mit seinen 75 Jahren auch noch jung geblieben. Mit seinen humoristischen und beschwingten Frühlingsliedern sorgten die Sänger für Stimmung.


Die Partner vom Öko-Bau-Haus waren im Foyer vertreten


Edmund Bohr & Sohn sorgen für Stimmung ...


... und getanzt wurde heftig.
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